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Schweizer Schüler vor Gericht

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Schweizer Schüler vor Gericht

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In München hat ein Prozess gegen drei Schweizer Schüler wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung begonnen.

Binnen zehn Minuten sollen die damals 16-Jährigen im vergangenen Sommer bei einer Klassenfahrt fünf Menschen zusammengeschlagen haben. Aufgrund ihres jugendlichen Alters wird hinter verschlossenen Türen verhandelt.

Einem Antrag der Verteidigung auf Verlegung des Prozesses in die Schweiz wurde nicht stattgegeben. Bei einem Verfahren in ihrer Heimat hätten die Jugendlichen auf mildere Strafen hoffen können: Dort liegt die Höchststrafe bei vier anstatt zehn Jahren wie in Deutschland.

Die Schüler einer Berufsfachschule aus Küsnacht am Zürichsee hatten den Ermittlungen zufolge während ihrer Klassenfahrt am Abend des 30. Juni 2009 in einem Park in der Münchner Innenstadt Alkohol getrunken und Marihuana geraucht.

Noch im Park überfielen die Jugendlichen dann drei Mazedonier, unter ihnen einen Körperbehinderten. Wenige hundert Meter weiter sollen sie dann einen 47-Jährigen und zuletzt einen Studenten zusammengeschlagen haben.

In zwei Fällen geht die Staatsanwaltschaft von versuchtem Mord aus.