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Sorge um Nigeria

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Der neue Gewaltausbruch zwischen Christen und Muslimen in Nigeria hat international Besorgnis ausgelöst. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief beide Seiten zur äußersten Zurückhaltung auf. Der Vatikan zeigte sich über die blutigen Auseinandersetzungen entsetzt. Es handele sich jedoch “nicht um religiöse, sondern um soziale Unruhen”. Bei den Unruhen im Bundesstaat Plateau waren vermutlich mehr als 500 Menschen ums Leben gekommen.

“Jahrelang haben die Menschen hier friedlich zusammengelebt. Selbst während der Krise 2001. Wir wissen nicht, was los ist. Die Vorfälle am 17. Januar haben die Lage zugespitzt”, meint Pater Dan Yamu.

Im Januar waren muslimische Dörfer von christlichen Banden überfallen worden. Der Bundesstaat Plateau liegt an der Grenze zwischen dem muslimischen Norden und dem christlichen Süden Nigerias. Wirtschaftliche Konkurrenz zwischen christlichen und muslimischen Gruppen artet hier oft in Gewalt aus.