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Suche nach Überlebenden des Erdbebens in der Türkei wird fortgesetzt

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Suche nach Überlebenden des Erdbebens in der Türkei wird fortgesetzt

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Nach dem Erdbeben in der Türkei haben die Überlebenden die eisige Nacht im Freien zugebracht. Schwere Erdstöße brachten am frühen Montagmorgen in der Provinz Elazig dutzende Häuser zum Einsturz und verwüsteten mehrere Dörfer. 51 Menschen kamen ums Leben, mehr als einhundert wurden verletzt. Die Provinz Elazig liegt in Ostanatolien. “Ich nahm meine Kinder an der Hand und lief aus dem Haus”, berichtet ein Überlebender. “Sämtliche Häuser des Dorfes wurden zerstört. Die unter den Trümmern begrabenen Menschen schrien um Hilfe.” Rettungsmannschaften suchen mit schwerem Gerät nach Überlebenden.

Die Regierung in Ankara kündigte ein Hilfsprogramm an. Auch die Europäische Union will helfen. Grund für das Ausmaß der Schäden ist die traditionelle Bauweise aus luftgetrockneten Ziegeln. Weil in der Türkei die Kontinentalplatten Afrikas und Eurasiens kollidieren, sind Erdbeben in der Region keine Seltenheit. Bei einem der schwersten Erdbeben der vergangenen Jahre kamen 1999 im Nordwesten des Landes mindestens 18.000 Menschen ums Leben.