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USA in Afghanistan vor schweren Aufgaben

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USA in Afghanistan vor schweren Aufgaben

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Vor den amerikanischen Soldaten in Afghanistan liegen weitere schwere Aufgaben: Das hat ihr Verteidigungsminister ihnen klargemacht. Robert Gates besuchte eine kleine Einheit in der Provinz Kandahar, einer Hochburg der Aufständischen: Mehr als zwanzig Mann aus diesem Bataillon wurden getötet, seit es im Sommer hierher verlegt wurde. Dreimal so viele wurden verwundet.

In der Nachbarprovinz Helmand haben die westlichen Truppen die Taliban gerade aus ihrer Hochburg Mardscha vertrieben. Kandahar ist nun das nächste Ziel, das vom Einfluss der Taliban befreit werden soll.

Fast fünfzigtausend Mann haben die USA zur Zeit unter dem Dach der NATO in Afghanistan: Das ist mehr als die Hälfte der gesamten NATO-Truppe. Dazu kommen Einheiten, die getrennt davon in der Terrorbekämpfung eingesetzt sind, unter der Bezeichnung Enduring Freedom.

Eine Großoffensive wie letzten Monat in Helmand soll es in Kandahar nicht geben. Die Führung will ein allmähliches Vorgehen, zusammen auch mit der Ankunft aller Verstärkungen: So sollen bis Ende August alle dreißigtausend zusätzlichen US-Soldaten stationiert sein; bis jetzt ist erst ein Teil dieser Einheiten angekommen.