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Achmadinedschad zu Besuch in Afghanistan

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Achmadinedschad zu Besuch in Afghanistan

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Ein Besuch unter Nachbarn: Irans Präsident Machmud Achmadinedschad ist bei seinem afghanischen Kollegen Hamid Karsai. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind eng: Westliche Länder werfen Iran aber auch eine mitunter undurchsichtige Rolle im Nachbarland vor.

Achmadinedschad drückt hier seinerseits sein Missfallen über die Anwesenheit ausländischer Truppen in Afghanistan aus. Iran sehe darin keine Lösung, die den Frieden bringen könne, sagt er.

Karsai verspricht, von afghanischem Gebiet solle durch niemanden eine Gefahr für Nachbarländer ausgehen. Alle Nachbarländer sollten aber auch mit Afghanistan zusammenarbeiten.

Achmadinedschad gibt den amerikanischen Vorwurf zurück, Iran betreibe in Afghanistan ein doppeltes Spiel. Er zweifelt an, dass die amerikanischen Soldaten hier seien, um Terroristen zu bekämpfen. Zwölftausend Kilometer seien die USA weg, auf der anderen Seite der Welt, sagt er. Wenn ihre Soldaten hier wirklich Terroristen fangen wollten, dann sei es doch ziemlich klar, wo die Terroristen zu finden seien und wie man sie bekämpfen könne.

Zuvor war gerade Amerikas Verteidigungsminister in Afghanistan gewesen. Robert Gates tat dort das Gegenteil von dem, was Irans Präsident sich wünscht: Nach der Offensive von Mardscha letzten Monat schwörte er seine Truppen auf weitere schwere Kämpfe ein – vor allem, um in den nächsten Monaten die wichtige Provinz Kandahar der Kontrolle der Aufständischen zu entreißen.