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Fremdenverkehr am Polarkreis

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Fremdenverkehr am Polarkreis

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Weit nördlich des Polarkreises liegt Spitzbergen. Zwischen 74 und 81 Grad nördlicher Breite in den eher ungemütlichen arktischen Klimazonen des nördlichen Eismeeres. Doch mittlerweile zieht es mehr und mehr Touristen in die unwirtliche Gegend; Menschen, die keinerlei Erfahrung im Umgang mit dem hiesigen Wetter mitbringen.

Deshalb hat der norwegische Fremdenverkehrsverband nun beschlossen, spezielle Reiseführer für die Insel auszubilden: “Die Arktis ist eine Herausforderung”, sagte ein Sprecher. “Wer hier für Andere verantwortlich ist, der muss schon wissen, was er tut. Es ist aber auch wichtig, dem Tourismus auf Spitzbergen einfach einen Impuls zu geben,- und genau das erreicht man mit der Ausbildung arktischer Reiseführer.”

Zu lernen gibt es Einiges: wie man sein Zelt sturmsicher befestigt, sich kleidet, oder wie man bei Minus 30 Grad den Campingkocher nutzt. Unverzichtbare Kenntnisse, wie die Vergangenheit gezeigt hat: “Im letzten Jahr mussten wir den Helikopter oft wegen eigentlich vermeidbarer Lappalien rausschicken, – weil Touristen sich nicht ordentlich angezogen hatten und Erfrierungen drohten. Man muss sich an die Kälte und das Wetter hier eben besonders anpassen. Auch ganze Zeltcamps sind schon vom Wind fortgeweht worden. So,- und nun sollten wir damit beginnen, unsere Nasen aufzuwärmen…”

Svalbard, wie Spitzbergen auf Norwegisch heißt, bedeutet übersetzt “kalte Küste”. Und diesem Namen macht das Eiland alle Ehre, liegt doch selbst die mittlere sommerliche Höchsttemperatur im Juli bei gerade einmal 5 Grad plus.