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Iran gegen ausländische Truppen in Afghanistan

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Iran gegen ausländische Truppen in Afghanistan

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Ein Besuch unter Nachbarn: Irans Präsident Machmud Achmadinedschad ist bei seinem afghanischen Kollegen Hamid Karsai. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind eng: Westliche Länder werfen Iran aber auch eine mitunter undurchsichtige Rolle im Nachbarland vor.

Achmadinedschad drückt hier seinerseits sein Missfallen über die Anwesenheit ausländischer Truppen in Afghanistan aus. Iran sehe darin keine Lösung, die den Frieden bringen könne, sagt er. Diese Lösung gebe es nur mit Afghanistans rechtmäßiger Regierung. Iran stehe dabei an der Seite der Regierung und des afghanischen Volkes.

Irans Präsident spielt auch auf die westliche Offensive an, mit der letzten Monat Mardscha eingenommen wurde, eine Hochburg der Aufständischen in der Provinz Helmand.

Der amerikanische Verteidigungsminister war gerade erst ebenfalls in Afghanistan: Dort hat Robert Gates seinen Truppen angekündigt, dass ihnen weitere schwere Kämpfe bevorstehen – also das Gegenteil von dem, was Achmadinedschad möchte.

Gates war dazu in Kandahar, der Nachbarprovinz von Helmand, die weitgehend unter Kontrolle der Aufständischen ist. Kandahar soll für die westlichen Truppen nun das nächste Ziel werden. Die Armeeführung will aber keine Großoffensive wie zuletzt, sondern ein allmähliches Vorgehen. Auch die neuen Verstärkungen treffen schließlich erst nach und nach ein: Bis Ende August sollen alle zusätzlichen amerikanischen Soldaten stationiert sein.