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Pädophilie in österreichischer Kirche

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Pädophilie in österreichischer Kirche

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Die internationale Enthüllungswelle von Kindesmissbrauch in kirchlichen einrichtungen hat nun auch Össtereich erfasst: Ein Salzburger Erzabt tritt wegen angeblicher Missbrauchsvorwürfe aus den 70er Jahren zurück,- der Verdacht wird erhärtet durch ein nun aufgetauchtes Angebot des Abtes, dem damaligen Opfer 5000 Euro Schweigegeld zahlen zu wollen.

In den Niederlanden wird unterdessen der Versuch unternommen, den Skandal um sexuellen Missbrauch von Kindern in Einrichtungen der katholischen Kirche durch externe und unabhängige Ermittler aufzuklären. Das beschlossen die Mitglieder der niederländischen katholischen Bischofskonferenz in einer Sondersitzung. Der Groninger Bischof Gerard de Korte: “Wir sehen uns nach jemandem von außen um, um deutlich zu machen, das wir die Absicht haben, die Aufklärung so offen wie möglich zu gestalten.”

In Deutschland hat der Vatikan hingegen den Plan der Einrichtung eines Runden Tisches gegen
Kindesmissbrauch begrüßt.

Der Bruder des derzeitigen Papstes, Monsignore Georg Ratzinger wies Vorwürfe zurück, er müsse als ehemaliger Chormeister der Regensburger Domspatzen von dortigen Missbrauchsfällen gewusst haben. Ihm sei bekannt gewesen, dass der Direktor heftige Ohrfeigen verteilt habe, so der heute 86-jährige Ratzinger, doch seien die Berichte bei ihm nicht so angekommen, dass er geglaubt habe, etwas unternehmen zu müssen.

Der Vatikan lobte die rasche Handlungsweise der Bischofskonferenzen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden, als die Missbrauchsfälle bekannt geworden seien.