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20 Jahre Unabhängigkeitserklärung Litauens

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20 Jahre Unabhängigkeitserklärung Litauens

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20 Jahre ist es an diesem 11. März her, seit Litauen als erste Sowjetrepublik ihre staatliche Unabhängigkeit erklärte. Ein Jahr und 9 Monate vor dem endgültigen Zerfall der UdSSR.
An die folgenden konfliktreichen anderhalb Jahre erinnerte die heutige Präsidentin des kleinen baltischen Staates, Dalia Grybauskaite.

Im Parlament in Vilnus, dessen Name “Seimas” an die historische Verbindung mit den polnischen Nachbarn erinnert, sprach auch Vytautas Landsbergis. Er war der erste frei gewählte Staatspräsident nach der Unabhängigkeit Litauens.
Heute vertritt er sein Land im Europaparlament.
Im westlichsten der drei baltischen Staaten leben auf gut 65.000 Quadratkilometer weniger als dreieinhalb Millionen Einwohner.

Vor 20 Jahren hatte die vom Musiklehrer Landsbergis gegründete Unabhängigkeitsbewegung “Sajudis” gerade die litauische Wahl zum UdSSR-Kongreß der Volksdeputierten gewonnen – und anschließend die Wahlen in der eigenen Republik.
Auf dieser Basis konnte Landsbergis die Unabhängigkeit ausrufen .
Am 12 Januar 1991 wurde es noch einmal eng, als sowjetische Panzer vor dem Fernsehgebäude auffuhren. 14 junge Demonstranten starben.

Doch zurückdrehen ließ sich die Geschichte da schon nicht mehr. Einen Monat später entschieden sich 85 Prozent der Litauer in der Volksabstimmung für die Unabhängigkeit.
Verlassen haben Panzer und Truppen der Sowjetarmee das Territorium Litauens im März 1992.
Da sollten bis zu ihrem mit dem letzten Sowjet-Führer Michael Gorbatschow ausgehandelten Abzug aus Deutschland noch mehr als 2 Jahre vergehen sollten.