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EU-Votum für Thunfisch-Handelsverbot

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EU-Votum für Thunfisch-Handelsverbot

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Nach dem Beschluss der EU-Staaten, ein Handelsverbot für den Roten Thunfisch zu unterstützen, haben Fischhändler in Tokio gegen ein solches Verbot demonstriert. Japan ist der bedeutendste Konsument dieser vom Aussterben bedrohten Art.

Und die soll nach dem Willen der EU nun in das Washingtoner Artenschutzabkommen aufgenommen werden – bei dem Treffen der 175 Vertragsstaaten, das an diesem Samstag in Doha im Emirat Qatar beginnt. Ein solcher Beschluss kann mit Zwei-Drittel-Mehrheit gefällt werden, und somit kann Japan überstimmt werden.

“Unser Standpunkt ist und bleibt das Management der Ressourcen”, sagte der japanische Kabinettssekretär Hirofumi Hirano, daran werde die Regierung festhalten.

Die Bestände des Roten Thunfischs im Atlantik und im Mittelmeer sind seit 1970 um 80 Prozent zurückgegangen. Und 80 Prozent der gefangenen Fische kommen auf den japanischen Markt für Sushi-Gerichte.

In der EU wären von dem Handelsverbot vor allem Frankreich, Spanien und Italien mit ihren großen Thunfisch-Fangflotten betroffen. Die EU wird bei der Konferenz in Doha mit ihren 27 Stimmen einen gemeinsamen Standpunkt vertreten.

Sie spricht sich für ein Handelsverbot mit aufschiebender Wirkung aus. Für einen weitergehenden Beschluss soll eine Sitzung der Internationalen Kommission für den Schutz des Atlantischen Thunfischs ICCAT abgewartet werden.