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Papst tief betroffen über Missbrauchsskandal

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Papst tief betroffen über Missbrauchsskandal

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Papst Benedikt XVI. ist tief betroffen über den Skandal sexuellen Missbrauchs an katholischen Einrichtungen in Deutschland. Dies erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch nach einer Unterredung mit dem Papst im Vatikan. Dort informierte er Benedikt über das Ausmaß früherer Missbrauchs-fälle. Der Papst unterstütze voll und ganz die von der Bischofskonferenz unternommenen Schritte zur Aufklärung früherer Fälle, und ebenso die Maßnahmen zur Verhinderung weiteren Missbrauchs, sagte der Freiburger Erzbischof:
“Wir wollen die Wahrheit aufdecken und eine ehrliche Aufklärung, frei von falscher Rücksichtsnahme. Die Opfer haben ein Recht darauf.”

Vor einem Monat hatte der Papst die tausenden Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche Irlands als “abscheuliches Verbrechen” gegeißelt. Der italienische Journalist und Vatikan-Experte Mario Politi sagte, Papst Benedikt sei entschlossen, gegen dieses Phänomen vorzugehen; den irischen Bischöfen wolle er einen Brief schreiben, der von weltweiter Bedeutung sein werde – als das erste Dokument eines zeitgenössischen Papstes gegen die Pädophilie.

Doch nach einer neuen Meinungsumfrage haben mehr als achtzig Prozent der Deutschen kein Vertrauen in die Aufklärungsarbeit der katholischen Kirche.