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Streiks und Demonstrationen gegen italienische Regierung

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Streiks und Demonstrationen gegen italienische Regierung

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Mit einem eintägigen Streik hat die größte Gewerkschaft Italiens gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung protestiert – und auch gegen die Einwanderungspolitik. Die linksgerichtete Gewerkschaft CGIL hatte alle Branchen in ganz Italien zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Schulen und Krankenhäuser, Verkehrsbetriebe und andere öffentlichen Dienstleister waren betroffen. In Rom kamen Hunterttausende zu einer Demonstration zusammen. Auch in anderen Städten gab es Kundgebungen gegen die Politik der Regierung von Silvio Berlusconi.

Ein Mann klagte, er sei im Zwangsurlaub, alle in seiner Firma seien wütend, wie solle man mit 800 Euro pro Monat leben?
“Auch Rentner wollen dieses Land ändern”, sagte eine Frau. “Junge Leute und vor allem Frauen haben zu wenig Möglichkeiten. Ich habe in der Schule gesehen, dass Frauen besser sind, aber nach dem Schulabschluss haben sie nicht die gleichen Chancen.”

Meinungsumfragen zufolge hat Regierungsschef Berlusconi in den vergangenen Monaten ständig an Popularität verloren – nach einer Reihe von Skandalen und Verwaltungspannen seiner Koalition.
In zwei Wochen stehen Regionalwahlen an. In einigen Wahlkreisen versäumten Regierungsparteien die Termine zur Aufstellung ihrer Kandidaten.