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Völkermord-Resolution sorgt für Verstimmung

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Völkermord-Resolution sorgt für Verstimmung

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Die Stimmung zwischen der Türkei und Schweden ist angespannt. Grund ist die Entscheidung des schwedischen Parlaments die Massaker an Armeniern im Osmanischen Reich als Völkermord einzustufen.

Dagegen gingen hunderte Türken in Istanbul auf die Straße. Auch auf politischer Ebene sorgte die Entscheidung für Empörung. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sagte einen für nächste Woche geplanten Besuch in Schweden ab. Bei einer Rede sagte er: “Dieses Thema sollte von Historikerin behandelt werden. Stattdessen wird es als Drohung verschiedener Länder gegen die Türkei genutzt. Ich finde das ungerecht und unverständlich.”

Der Reichstag in Stockholm stimmte mit einer knappen Mehrheit von einer Stimme für die Resolution und entschied damit gegen eine Empfehlung der schwedischen Regierung.

Der schwedische Botschafter in der Türkei Christer Asp unterstrich, dass die Entscheidung des schwedischen Parlamentes in keiner Weise die Unterstützung der schwedischen Regierung für einen türkischen EU-Beitritt beeinflusse. Asp wurde ins Außenministerium in Ankara einbestellt. Die Türkei zog unterdessen ihre Botschafterin aus Stockholm ab.