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Britische Nationalpartei in der Kritik

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Britische Nationalpartei in der Kritik

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Ein Gericht in London hat der rechtsextremen Britischen Nationalpartei die Aufnahme neuer Mitglieder verboten, solange sie nicht-weiße Bewerber diskriminiert. Die BNP musste ihre Satzung ändern, damit auch Schwarze und Asiaten beitreten können. Dies soll die Partei allerdings nicht umgesetzt haben.

Die Direktorin der Kommission für Gleichheit und Menschenrechte unterstrich, Parteien müssten wie jede andere Organisation das Gesetz respektieren.

Die Britische Nationalpartei gilt als rassistisch. Bei den Europawahlen im vergangenen Juni hatte die BNP einen Überraschungserfolg gefeiert und erstmals den Einzug ins Europaparlament geschafft.

Parteichef Nick Griffin erklärte, es gebe Mitglieder der ethnischen Minderheiten, die schon seit Jahrzehnten im Land seien, Steuern zahlten und die nun von Osteuropäern und Somaliern überrannt würden – diese alteingessenen Minderheiten seien einer Meinung mit seiner Partei. Deshalb stimme er der Entscheidung des Gerichts nicht zu.

Nach Parteiangaben liegen bereits Aufnahmeanträge von Bewerbern karibischer und asiatischer Herkunft vor. Die potentiellen Mitglieder können von Parteioffiziellen zu Haus bis zu zwei Stunden befragt werden.