Eilmeldung

Eilmeldung

Neuer Akt in der Thunfischtragödie

Sie lesen gerade:

Neuer Akt in der Thunfischtragödie

Schriftgrösse Aa Aa

Er ist eines der Streitthemen bei der Artenschutzkonferenz in Doha: Der Rote Thunfisch. Er wird bis zu drei Meter lang und kann bis zu 80 Stundenkilometer schnell schwimmen. Wegen der starken Nachfrage ist sein Bestand im Ostatlantik und im Mittelmeer zwischen 1997 und 2007 um 60 Prozent geschrumpft. Die Umweltorganisation WWF warnte, dass der wertvolle Fisch bis 2012 aus dem Mittelmeer ganz verschwinden könnte.
 
Die Thunfischtragödie geht nun bei der Konferenz in eine neue Runde: Rund 2.000 Delegierte aus 175 Mitgliedsstaaten werden über ein globales Fangverbot für die Delikatesse abstimmen. Die EU und die USA sprechen sich vehement für ein Handelsverbot aus. Dagegen wehrt sich Japan und kündigte bereits an, sich nicht an ein mögliches Verbot halten zu wollen. Denn 80 Prozent des weltweit gefangenen Roten Thunfisches landet auf dem japanischen Markt.
 
In Japan demonstrierten Fischhändler gegen ein mögliches Handelsverbot. Sie bangen um ihre Einnahmen. Auf Tokios Fischmarkt werden jeden Tag rund 2.000 Thunfische verkauft. Er ist einer der teuersten Fische, in Tokio zahlen Feinschmecker bis zu 80.000 Euro pro Fisch, aus dem roter Sushi gemacht wird.