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Chinas Regierungschef: USA beschädigen Verhältnis

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Chinas Regierungschef: USA beschädigen Verhältnis

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Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao hat vor einem Rückfall in die Wirtschaftskrise gewarnt. Zum Abschluss der jährlichen Plenartagung des Volkskongresses nannte er als Risikofaktoren: Schuldenkrise, Arbeitslosigkeit, instabile Rohstoffpreise und Wechselkurse.

Die geforderte Neubewertung des Yuan lehnte Wen Jiabao ab und spielte den Ball zurück an die USA:

“Wenn ein Land seine eigene Währung aufweicht und gleichzeitig versucht, andere unter Aufwertungsdruck zu setzen, um die eigenen Exportchancen zu fördern, dann ist das Protektionismus, meiner Ansicht nach.”

Und er verwarnte den wichtigsten Schuldner Chinas weiter in aller öffentlichkeit:

“In den letzten Wochen und Monaten haben die Vereinigten Staaten den Dalai Lama empfangen und Waffen an Taiwan verkauft. Beides beschädigt Chinas Souveränität und territoriale Integrität. Die ernsten Störungen im Verhältnis der beiden Länder gehen allein auf das Konto der USA.”

Nach einem Jahr der Charme-Offensive hat US-Präsident Barack Obama seit der gescheiterten Kopenhagener Klimakonferenz den Ton gegenüber China verschärft – und nicht zuletzt beim Thema Tibet und Menschenrechte beim heimischen Publikum Punkte gesammelt.

Am Ende ihrer zehntägigen Sitzung hatten die knapp 3000 Delegierten in der Großen Halle des Volkes zuvor erwartungsgemäß die Rechenschaftsberichte der Regierung und den Haushalt bestätigt, der in diesem Jahr ein Rekorddefizit vorsieht. China setzt weiter auf massive Staatsausgaben und eine lockere Geldpolitik, um seine Wirtschaft in Schwung zu halten und soziale Spannungen zu vermeiden.