Eilmeldung

Eilmeldung

Kolumbianer wählen neues Parlament

Sie lesen gerade:

Kolumbianer wählen neues Parlament

Schriftgrösse Aa Aa

Knapp 30 Millionen Kolumbianer haben ein neues Parlament gewählt. Die Abstimmung gilt als Test für die Präsidentenwahl am 30. Mai. Der amtierende konservative Präsident Alvaro Uribe hätte zwar die besten Chancen, drei Kandidaturen in Folge wie in seinem Fall sieht die Verfassung jedoch nicht vor.

Alvaro Uribe:
“Der Schutz der Demokratie beginnt damit, dass sich jeder von uns korrekt verhält. Vielen Dank an die Bürger für diesen Akt der Demokratie.”

Das Parlament des südamerikanischen Landes wurde in der vergangenen Legislaturperiode von einem Skandal um die Zusammenarbeit zwischen Parlamentariern und rechtsgerichteten paramilitärischen Banden erschüttert. Etwa 30
Abgeordnete mussten ins Gefängnis, 20 weitere legten ihre Mandate nieder – meist stammten sie aus dem Lager Uribes.

Rund 60 Prozent der Parlamentssitze halten bisher rechtsgerichtete Parteien, die Uribe unterstützen.

Der Staatschef selbst, der wegen der erfolgreichen
Bekämpfung der linken Guerilla beliebt ist, konnte es bisher vermeiden, in den Skandal um die Zusammenarbeit mit den rechten Mordbanden hineingezogen zu werden.

Bei der Wahl des Abgeordnetenhauses, des Senats und der kolumbianischen Mitglieder im Parlament der Gruppe der Andenstaaten stellten sich den Wählern insgesamt etwa 2700 Kandidaten.

Am Wahltag blieb es in dem von einem jahrzehntelangen Guerillakrieg heimgesuchten Land ruhig, Ergebnisse werden am Montag erwartet.