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Streit um Thunfisch

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Streit um Thunfisch

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Der rote Thunfisch ist eines der Tiere, um die auf der Artenschutzkonferenz in Katar am heftigsten gestritten wird. Weil er als Speisefisch beliebt ist und entsprechend stark befischt wird, sind die Bestände in Ostatlantik und Mittelmeer um 60 Prozent eingebrochen. Umweltschützer befürchten, dass der Fisch bis 2012 aus dem Mittelmeer verschwinden könnte.

Die Delegierten aus 175 Mitgliedsstaaten werden daher in Doha über ein globales Fangverbot abstimmen. EU und USA fordern lediglich ein ein Handelsverbot.

Die japanische Delegation kündigte allerdings an, sich auch nicht an dieses mögliche Handelsverbot halten zu wollen. Die Europäer hätten sich bisher ihrerseits gegen alle Vorschläge gesträubt, den Thunfischfang zu verringern.

Rund 80 Prozent des weltweit gefangenen roten Thunfisches landen auf dem japanischen Markt. Händler zahlen dort bis zu 120.000 Euro pro Fisch, aus dem der berühmte rote Sushi zubereitet wird.