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Chile tappt im Dunkeln

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Chile tappt im Dunkeln

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Ein riesiger Stromausfall hat am Sonntagabend Ortszeit weite Teile Chiles ins Dunkel gestürzt. So wie bei einem Benefizkonzert für die Erdbebenopfer in der Hauptstadt Santiago, fiel über eine Strecke von 2600 Kilometern die Elektrizitätsversorgung aus.

Betroffen war auch die Katastrophenregion um Concepción: “Ich habe allen Einheiten befohlen, Streife zu gehen, damit die Bevölkerung beruhigt ist. Auch ich habe einen Kontrollgang unternommen und mich versichert, dass die Bevölkerung ruhig geblieben ist, obwohl diese Dinge die Nervosität steigern”, beschreibt der Komandeur der nach Concepción entsandten Truppen, General Guillermo Ramírez.

Der Stromausfall dauerte mehr als drei Stunden. Ausgelöst wurde er durch den Ausfall eines 500 Kilovolt Transformators in dem 675 südlich der Hauptstadt gelegenen Temuco. Er gehört zum Sistema Interconectado Central. An diesem Teil des Stromnetzes hängen mehr als 80 Prozent der Chilenen. Der Netzbetreiber vermutet, dass der Transformatorausfall eine Folge der Auswirkungen des Erdbebens vom 27. Februar ist.