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Griechen schnallen den Gürtel enger

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Griechen schnallen den Gürtel enger

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An diesem Montag ist die Mehrwertsteuer erhöht worden, im Rahmen des Sparprogramms, mit dem die Regierung das Land aus den Schulden herausholen will.

Je nach Ware wird die Mehrwertsteuer um ein bis zwei Prozentpunkte angehoben. Dies soll über eine Milliarde Euro oder gut ein halbes Prozent des Bruttoinlandsproduktes einbringen. Ähnliche Einnahmen erhofft sich der Staat von der Erhöhung der Spritsteuer.

Man nimmts mit Murren:
“Für jemanden, der von seiner Rente leben muss, hat das natürlich Folgen. Wir waren schon betroffen, bevor die Steuern erhöht wurden. Jetzt ist alles teurer und uns gehts schlecht”, klagt ein Rentner. Eine Landsfrau räumt ein: “Natürlich wirkt sich das auf meine Einkäufe aus. Vielleicht nicht bei Lebensmitteln, denn da wird die Steuer nur um einen Prozentpunkt erhöht, aber bei anderen Waren schon.”

Einige große Unternehmen wollen dennoch die Preise gar nicht oder kaum erhöhen. Der Präsident der Athener Industrie- und Handelskammer Constantine Mihalos warnt jedoch, die kleinen könnten das nicht: “Kleine und mittelständische Unternehmen können sich den Luxus weiterer Preissenkungen nicht leisten. In den letzten zwei Jahren, während der weltweiten Krise, sind wir an einem Punkt angekommen,an dem der griechische Mittelstand keinen Gewinn mehr machen kann.”

Auch wenn die Steuererhöhungen wie die Sparmaßnahmen im öffentlichen Dienst extrem unpopulär sind: Laut Umfrage hält gut die Hälfte der Griechen den eingeschlagenen Kurs für richtig: Die Regierung hätte keine andere Wahl…