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Erzdiözese München beurlaubt Skandalpriester

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Erzdiözese München beurlaubt Skandalpriester

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Der wegen Kindesmissbrauchs vorbelastete Priester, der 1980 in die Erzdiözese München versetzt worden ist, ist mit sofortiger Wirkung vom Dienst supspendiert worden. Er habe trotz Verbots Kinder- und Jugendarbeit betrieben, teilte das erzbischöfliche Ordinariat mit. Seit 2008 war er als Kur- und Tourismusseelsorger tätig.

Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, die rechte Hand von Papst Benedikt XVI., klagte in diesem Zusammenhang über Versuche, das Vertrauen in die Kirche zu untergraben. “Die katholische Kirche genießt noch großes Vertrauen bei den Gläubigen, sie hat aber auch eine besondere Hilfe von oben auf ihrer Seite”, sagte Bertone am Dienstag in Rom.

Weil Papst Benedikt XVI.zu seiner Zeit als Erzbischof von München und Freising der Versetzung des Priesters in seine Diözese zugestimmt hatte, hatte der Fall Aufsehen erregt. Auch der Leiter des Seelsorgereferates der Erzdiözese München und Freising verliert wegen der Angelegenheit jetzt seinen Job. Er sei seiner Aufsichtspflicht nicht nachgekommen.

In einem Hirtenbrief will sich der Papst in Kürze zum sexuellen Missbrauch von Kindern in der Kirche äußern.