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Friedliches Blutvergießen in Bangkok

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Friedliches Blutvergießen in Bangkok

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Die in Bangkok demonstrierenden Regierungsgegner haben am Dienstag mit einer Massen-Blutabnahme begonnen. Ziel ist es tausend Liter Blut zu erhalten, die vor dem Regierungssitz ausgeschüttet werden sollen. Mit dem symbolischen Opfer sollen der Rücktritt der Regierung und Neuwahlen erzwungen werden. Jeder einzelne Demonstrant soll 10 ccm Blut spenden.

“Friedlicher Protest heißt, unser eigenes Blut, nicht das anderer zu vergießen. Es ist besser friedlich zu demonstrieren, als mit Gewalt”, sagt einer der Organisatoren des Protestes, Jatuporn Prompan.

Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva, der sich auf einen Militärstützpunkt zurückgezogen hat, ist nicht zum Nachgeben bereit, gibt sich aber konziliant. “Ich bestehe darauf, dass man einen Konflikt provozieren wollte. Aber die Regierung hat gezeigt, dass sie Gewalt vermeiden will. Sie wollen symbolisch Blut vergießen. Die Regierung hat jedoch keine Absicht Blut zu vergießen”, sagt der Regierungschef.

Die Demonstranten sind Anhänger des 2006 gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra. Sie stammen vorwiegend aus der Provinz und fühlen sich an den Rand gedrängt durch das Militär, die städtischen Eliten und die Royalisten, die alle Abhisit unterstützen.