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Griechen protestieren erneut gegen Sparpaket

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Griechen protestieren erneut gegen Sparpaket

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Erneut haben einige tausend Griechen ihren Unmut über die Sparpolitik ihrer Regierung bekundet. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen einer kleinen Gruppe von Demonstranten mit der Polizei.

Zu der eigentlichen Kundgebung kamen in der Hauptstadt Athen rund dreitausend Menschen vor das Parlament. Sie sehen sich von den Sparmaßnahmen getroffen, die die Abgeordneten vor
kurzem beschlossen haben. Demnach sollen wegen der hohen Verschuldung Griechenlands und der Auswirkungen auf die Gemeinschaftswährung Euro fast fünf Milliarden Euro eingespart werden.

“Für die Krise sollen die Reichen zahlen”, verlangt hier aber ein Gewerkschaftsführer. “Wir kämpfen weiter, damit diese Maßnahmen nicht durchkommen.”

Bei vielen Griechen trifft das Sparpaket ihrer Regierung auf Unwillen. Sie sehen sich nicht in der Verantwortung für die Schuldenkrise ihres Landes, die wegen gefälschter Haushaltszahlen erst vor kurzem in ihrer Tragweite bekannt geworden ist.

Unmut über die Regierungspläne herrscht an diesem Tag auch bei der Kundgebung der Krankenschwestern und Pfleger: “Unsere Arbeitsbedingungen sind schlecht”, sagt ein Krankenpfleger; “wir arbeiten Nächte, Feiertage und Wochenenden, viele freie Tage stehen noch aus. Und jetzt wollen sie auch noch Gehälter und Leistungen kürzen.”

Auch die Streiks gehen weiter: So wird beim größten Stromversorger des Landes aus Protest zwei Tage lang gestreikt. Stromeinfuhren aus Nachbarländern sollen die Folgen etwas lindern.