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Röttgen lässt Gorleben prüfen

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Röttgen lässt Gorleben prüfen

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Der Salzstock Gorleben in Niedersachsen könnte schon bald wieder als Atomendlager in Betrieb genommen werden. Die deutsche Bundesregierung möchte den Schacht wieder erkunden lassen, also prüfen, ob radioaktive Abfälle dauerhaft darin gelagert werden können.

2000 hatte die damalige Regierung die weitere Erkundung für 10 Jahre ausgesetzt. Dieses Moratorium möchte der Bundesumweltminister nun beenden.

Der deutsche Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) dazu: “Die Verantwortung ist da, egal ob man Kernenergie ablehnt, abgelehnt hat, oder nicht. Wir stehen in der Verantwortung, die Endlagerung nach maximalen Sicherheitsanforderungen zu gewährleisten. Dafür müssen die notwendigen Untersuchungen durchgeführt werden. Darum war das Moratorium der Untersuchung von Gorleben verantwortungslos und auch feige.”

Die Entscheidung des Ministers dürfte aber für Proteste sorgen, denn das mögliche Endlager Gorleben ist stark umstritten. Die Prüfung des Salzstollens könnte 10 Jahre dauern. Die schwarz-gelbe Bundesregierung fährt in der Atompolitik einen anderen Kurs als ihre Vorgängerinnen. So hat sie für die Atomkraftwerke eine Laufzeitverlängerung in Aussicht gestellt.