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Unruhen in Ostjerusalem

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Unruhen in Ostjerusalem

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Im Osten Jerusalems ist es erneut zu Unruhen gekommen. Mehrere Dutzend jugendliche Palästinenser lieferten sich Auseinandersetzungen mit den israelischen Sicherheitskräften. Die Polizei setzte Tränengas und Gummigeschosse gegen die Demonstranten ein.

Weil die radikal-islamische Organisation Hamas zu einem Tag des Zorns aufrief, wird befürchtet, dass die Proteste zunehmen könnten. Israel schränkte den Zugang zum Tempelberg ein. Vor Ort sind rund 3.000 Sicherheitskräfte.

Hintergrund der Unruhen sind die jüngsten Ankündigungen der israelischen Regierung zum Ausbau der Siedlungen im Ostteil Jerusalems sowie Befürchtungen der Palästinenser, rechtsgerichtete Israelis könnten auf dem Tempelberg den Grundstein für einen neuen jüdischen Tempel legen. Auch empfinden viele Palästinenser die Einweihung der restaurierten Hurwa-Synagoge in der Altstadt Jerusalems als Provokation.

Die Siedlungspläne sorgen auch in Washington für Verärgerung. Der US-Sondergesandte für Nahost, George Mitchell, verschob wegen des Streits eine Reise in die Region. Die Regierung des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hatte die Siedlungspläne vor Tagen während eines Besuchs des US-Vizepräsidenten Joe Biden bekannt gemacht.