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IWF-Chef Strauss-Kahn kritisiert unterbewerteten Yuan

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IWF-Chef Strauss-Kahn kritisiert unterbewerteten Yuan

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Der Chef des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, dringt auf schärfere Regeln für die Finanzmärkte. Vor dem Europaparlament in Brüssel sagte er, die Staaten müssten weiter zusammenarbeiten, um das System widerstandsfähiger gegen Krisen zu machen – zumal es mit der Wirtschaft nur langsam wieder bergauf gehe:

China riet Strauss-Kahn seine Binnenwirtschaft zu stärken. Mehr Konsum im Land würde auch den chinesischen Yuan stärken, den er als deutlich unterbewertet bezeichnete. Auch die Welt Bank sieht in dem an den Dollar gekoppelten Kurs des Yuan ein Problem. Angesichts des kräftigen Wachstums von etwa 9,5 Prozent in diesem Jahr müsse China auf eine straffere Geldpolitik umschwenken, sagte Weltbank-Experte Louis Kuijs. Ein höherer Wechselkurs des Yuan sei auch in Chinas Interesse: So könnte die Inflation eingedämmt werden.

Die USA werfen China vor, den Yuan künstlich niedrig zu halten und damit seine Exportwirtschaft zu bevorteilen. Bis Mitte April muss die US-Regierung entscheiden, ob sie China auf die Liste der Länder setzt, die ihre Währungen manipulieren – dies würde Strafzölle nach sich ziehen.