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Kopf-an-Kopf-Rennen im Irak

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Kopf-an-Kopf-Rennen im Irak

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Zehn Tage nach der Parlamentswahl im Irak ist weiter offen, welches Bündnis im Parlament künftig den Ton angeben wird. Nach Auszählung von gut 80 Prozent der Stimmen verlautete nun, dass das
Bündnis al-Irakija des säkularen Schiiten und ehemaligen Regierungschefs Ijad Allawi etwa 9000 Stimmen Vorsprung vor der Rechtsstaat-Koalition des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki hat. Erstmals machte jetzt auch dessen Koalition Zweifel an dem korrekten Verlauf der Auszählung geltend. Die Wahlkommission warnte unterdessen davor, die bislang veröffentlichten Ergebnisse falsch zu interpretieren. “Wir brauchen noch ein paar Tage, um das Endergebnis verkünden zu können”, so ein Sprecher, “wir werden dann nach der Sitzung der unabhängigen Wahlkommmission, die das Ergebnis bestätigen wird, eine Pressekonferenz geben.” Die Kommission wies darauf in, dass nicht die Stimmen aus allen Provinzen zusammengezählt werden dürften, um daraus abzuleiten, welche Parteien wie viele Sitze erhielten. Vielmehr müssten die Ergebnisse aus den 18 Provinzen des Irak jerweils einzeln auf die 325 Parlamentssitze angerechnet werden.