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Minimalisierte Apparate gegen Hautkrebs

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Minimalisierte Apparate gegen Hautkrebs

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Britische Ärzte haben eine vielversprechende Methode zur Behandlung von Hautkrebs entwickelt. Im Ninewells Hospital in Dundee kombinieren sie eine chemische Creme mit einer speziellen Lichtquelle, um Krebszellen in der Haut abzutöten. Neu daran ist auch die Größe des Geräts: es ist klein und tragbar wie eine Computermaus.

Die befallene Hautpartie wird mit einer lichtsensiblen Creme bestrichen – sie dringt nur in Hautkrebszellen ein. Anschliessend wird die Fläche belichtet – der Lichtstrahl wandelt die Creme in eine toxische Verbindung um. Das tötet die Krebszellen effektiv ab, ohne das gesunde Gewebe anzugreifen.

Professor James Ferguson, Dermatologe am Ninewells Hospital:

“Wir beobachten einen Heilungeffekt von 80 bis 90%. Und eine Optimierung durch verschiedene neue Belichtungsmethoden ist vielleicht auch noch drin – durch pulsierendes Licht zum Beispiel. Wir sind noch nicht am Ende der Fahnenstange.”

Während der neuen photodynamischen Therapie kann der Patient herumlaufen – unter dem Strich verbringt er viel weniger Zeit im Krankenhaus. Und von der Hautkrebs-Stelle bleibt nichts als ein kleiner Schorf, der schließlich abfällt. Die Patienten scheinen zufrieden.

Hautkrebs-Patientin Muriel Lowe:

“Eine übliche Operation bedeutet Narben – und bei mir heilt alles immer sehr schwer zu. Also habe ich mich dem Vorschlag des Arztes angeschlossen. Auch kosmetisch findet er diese Behandlung viel besser.”

Die Behandlung ist nicht für Melanome geeignet und nur für Hautkrebs, der nicht die Tendenz hat, sich auszubreiten. Im Moment wird sie nur stationär gemacht. Aber irgendwann sollte sie auch der Hausarzt praktizieren können – und der Patient müsste noch weniger Zeit im Krankenhaus zubringen.