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Mutmaßliche ETA-Terroristen erschießen Polizisten

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Mutmaßliche ETA-Terroristen erschießen Polizisten

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Mutmaßliche Terroristen der baskischen Untergrundorganisation ETA haben nahe Paris erstmals einen französischen Polizisten getötet. Aus Ermittlerkreisen verlautete, eine bewaffnete Gruppe von mindestens fünf Männern und einer Frau habe sich am Dienstagabend in Dammarie-lès-Lys ein Feuergefecht mit einer Polizeistreife geliefert. Ein Polizeisprecher sagt, die einzige Beweise, die es bisher gebe, seien die Aussagen derjenigen, die dabei gewesen seien. Man habe während der Schießerei einen baskischen Akzent gehört, spanische Medien hätten den Festgenommenen identifiziert. Es handele sich um den mutmaßlichen ETA-Terroristen Joseba Fernández Aspurz alias “El Guindi”. Er wird in Spanien wegen mehrerer Brandanschläge in der Region Navarra steckbrieflich gesucht. Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero sagte, seine Beileidsbekundung sei gleichzeitig einmal mehr eine Verurteilung dieser kriminellen Aktion, begangen von kriminellen Terroristen der ETA. Er wolle seine Solidarität und Anerkennung für Frankreich ausdrücken, für die Polizisten und die Regierung. Die ETA hatte in der Vergangenheit schon mehrmals französische Polizisten bei Schusswechseln verletzt, aber nie einen Beamten getötet. Allerdings hatte die ETA in Frankreich mehrere Attentate auf spanische Polizisten verübt und zuletzt im Dezember 2007 zwei Beamte der paramilitärischen Guardia Civil dort ermordet.