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Mutmaßlicher ETA-Terrorist erschießt Polizisten

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Mutmaßlicher ETA-Terrorist erschießt Polizisten

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In Frankreich ist bei einem Schusswechsel zwischen Polizisten und mutmasslichen Angehörigen der baskischen Untergrundorgansiation ETA ein Beamter getötet worden. Der Polizist und ein Kollege hätten drei Personen bei dem Versuch überrascht, in einem Autohaus in Dammarie-les-Lys gut 50 Kilometer östlich von Paris einen Wagen zu stehlen. Die Terroristen hätten sofort das Feuer eröffnet. Frankreichs Innenminster Brice Hortefeux besuchte gestern abend das Kommissariat, in dem der 52-jährige Polizist gearbeitet hat. “Ich bin gekommen, um zu sagen, dass wir nach dem mutigen Eingriff der Mannschaft, dass wir natürlich an der Seite der Polizeibeamten stehen.” Der Polizist habe zwar eine kugelsichere Weste getragen, hieß es. Der Schuss habe ihn jedoch in der Achselhöhle getroffen. Er hinterlässt vier Kinder.

Einer der drei mutmaßlichen Täter sei gefasst worden. Es handele sich um Joseba Fernández Aspurz alias “El Guindi”. Er war in Spanien wegen mehrerer Brandanschläge in der Region Navarra steckbrieflich gesucht worden. Zuletzt war im Juni vergangenen Jahres im Südosten
Frankreichs ein Gendarm bei einem Schusswechsel mit ETA-Terroristen verletzt worden. Es wäre die fünfte Konfrontation zwischen der ETA und der französichen Polizei und das erste Mal, dass dabei ein Beamter getötet wurde.