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Andalusien setzt Patientenwillen durch

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Andalusien setzt Patientenwillen durch

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Als erste spanische Region hat Andalusien am Mittwoch ein Gesetz verabschiedet, das es Patienten gestattet, lebensverlängernede Maßnahmen abzulehnen. Ärzte müssen dem Pateintenwunsch nachkommen. Es wird ihnen untersagt, die Entscheidung der Patienten zu beeinflussen. Für die andalusische Gesundheitsministerin María Jesús Montero geht es darum sicherzustellen, dass ein würdiges Leben mit einem würdigen Tod abschließt.

Auch die oppositionelle Volkspartei stimmte dem Gesetz zu, lehnte nur jene Bestimmungen ab, die Ärzte zwingen gegeni hren Willen zu handeln: “Was mich stört, ist dass die rigide Einhaltung der Werte nicht auch für die Beschäftigten im Gesundheitswesen gilt. Ich hätte mir ein Verweigerungsrecht aus Gewissengründen gewünscht”, erklärte die Landtagsabgeordnete der Volkspartei, Ana Corredera.

Anlaß für das Gesetz war der Fall einer Patientin, die von einem Beatmungsgerät abgekoppelt werden wollte. Da dies das behandelnde Krankenhaus ablehnte, mußte sie verlegt werden.