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Clinton in Moskau

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US-Außenministerin Hillary Clinton ist zu Gesprächen in Moskau eingetroffen. In erster Linie dürfte es um die Friedensbemühungen im Nahen Osten und um ein Nachfolgedokument für das abgelaufene Start-1-Abrüstungsabkommen gehen. Clinton wird sich während ihres Besuchs auch mit Vertretern des sogenannten Nahost-Quartetts treffen, das aus den USA, Russland, der Europäischen Union und den Vereinten Nationen besteht. Bei den bilateralen Gesprächen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow steht allerdings die Nachfolge des Start-1-Abkommens im Mittelpunkt. Russland lehnt US-Pläne strikt ab, nach denen Washington in Polen und Tschechien Raketenabwehrsyteme stationieren will. Schon die Umsetzung des START-II-Abkommens scheiterte, weil Moskau das mittlerweile gekippte US-Abwehrprojekt als Teil einer Aufrüstung kritisiert hatte. Jetzt planen die USA eine Raketenabwehr in Osteuropa. Washington weigert sich, das Abwehrprojekt mit den Abrüstungsverhandlungen zu verbinden. Dennoch könnte ein neues Abkommen schon in den kommenden Wochen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew unterzeichnet werden, berichteten russische Medien. Die Ukraine hatte schon 1992 schriftlich auf Atomwaffen verzichtet.