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Griechenland droht mit Anrufung des IWF

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Griechenland droht mit Anrufung des IWF

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Die griechische Finanzkrise heizt im Lande wie im Euroraum die Stimmung weiter auf. Insbesondere Deutschland und Frankreich sind über die nötigen Maßnahmen uneins: Erwägungen aus Deutschland, säumige Mitglieder aus der Eurozone auszuschließen, stießen in Frankreich auf Ablehnung.

Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou forderte seinerseits im Europa-Parlament eine konkrete Entscheidung zum bisher erst vage zugesagten Notfallplan für sein Land. Er drängte auf eine Entscheidung beim EU-Gipfel nächste Woche und drohte, sich sonst an den Internationalen Währungfonds zu wenden.

“Ich ziehe aber eine europäische Lösung vor, als Partner in der Eurozone, als überzeugter Europäer – und damit wir der Welt zeigen, dass Europa zusammenarbeiten kann.”

Griechenland verlangt derzeit nicht Geld, aber konkrete Zusagen für den Fall des Falles. Damit wäre es kreditwürdiger und könnte international zinsgünstiger neue Anleihen aufnehmen.

Die Bundesregierung bremst weiter konkrete Finanzzusagen der Europartner aus, da Deutschland als größte Volkswirtschaft Europas einen großen Anteil übernehmen müsste. Während man hier über Ausschluss von Mitgliedern aus der Eurozone nachdenkt, macht sich Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde für eine Verbesserung der Mechanismen im Rahmen einer Reform des Euroraums stark. Diese Reform wurde durch die Krise nötig.

Währungskommissar Olli Rehn habe sie Frankreichs Unterstützung zugesichert, um die wirtschaftliche Führung zu verbessern, die wirtschaftliche Koordinierung in der Europäischen Union und insbesondere in der Eurozone, erklärte Lagarde nach einem Treffen mit dem Kommissar.