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Kein Handelsverbot für Roten Thun

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Kein Handelsverbot für Roten Thun

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Ein internationales Handelsverbot für den vom Aussterben bedrohten Roten Thunfisch aus dem Atlantik und dem Mittelmeer wird es nicht geben. Die über 170 Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES haben einen entsprechenden Vorstoß Monacos bei ihrer Konferenz in Doha abgelehnt. Die EU ist der größte Exporteur des teuer gehandelten Fisches, der vor allem in den japanischen Sushi-Küchen dankbare Abnehmer findet.

In Doha stimmten aber nur 20 Länder für ein internationales Handelsverbot. Insbesondere die Japaner argumentieren, dass ein Fang- und nicht ein Handelsverbot Not tue, wenn denn die Spezies bedroht sei. Ein internationales Handelsverbot lässt die Vermarktung im eigenen Lande immer noch zu.

Doch auch die Fangnationen in der EU wollen vom Verkauf des Roten Thunfischs nicht lassen. Ein einziges Tier kann hunderttausend Euro und mehr einbringen.

Die Vertragspartner lehnten bei der Konferenz zudem ein Verbot des internationalen Handels mit Eisbären, deren Fellen und ähnlichen Jagdtrophäen ab. Der entsprechende Antrag der USA scheiterte vor allem am Widerstand der Europäer.