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Medwedew will an arktische Rohstoffe

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Medwedew will an arktische Rohstoffe

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Schneller als von vielen Experten vermutete, macht sich die Klimaerwärmung in der Arktis bemerkbar. Das Eis schmilzt. Und was bei Umweltschützern Besorgnis erregt, weckt die Begehrlichkeit von Politik und Wirtschaft. Ist das Eis weg, wird der Zugang zu den Rohstoffen hier leichter, Transportwege öffnen sich. Und das bedeutet auch, dass die Streitigektien der Anrainerstaaten um Gebietsansprüche schärfer werden könnten.

Jetzt hat Russlands Präsident Dimitri Medwedew klargemacht: Sein Land wird die Ansprüche im Kampf um die Polar-Rohstoffe gegenüber anderen Staaten verteidigen. Vor dem Sicherheitsrat in Moskau sagte er, “bedauerlicherweise versuchen andere Staaten, Russlands Zugang zu den arktischen Ressourcen einzuschränken.” Dies sei nicht rechtens und angesichts der Geschichte und geographischen Lage Russlands unfair.Ein bestimmtes Land nannte er nicht. Neben Russland haben auch Kanada, Dänemark und Norwegen Ansprüche auf die Arktis angemeldet. Die USA bereiten ebenfalls Landforderungen vor.

Schon 2007 machte Russland seinen Anspruch auf die Arktis deutlich: eine Expedition setzte eine russische Flagge am Nordpol auf dem Meeresboden ab.