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Nach ETA-Anschlag: Trauer um getöteten Polizisten

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Nach ETA-Anschlag: Trauer um getöteten Polizisten

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Mit einer Schweigeminute haben in Frankreich Angehörige, Freunde und Kollegen des Polizisten gedacht, der am Dienstag südlich von Paris vermutlich von einem ETA-Terroristen erschossen worden war. Es ist das erste Mal in der fünfzigjährigen Geschichte der baskischen Untergrundorganisation, dass ein französischen Polizeibeamter bei einem ETA-Anschlag ums Leben kam. Der Polizist hinterlässt Frau und vier Kinder. Spaniens Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero sagte, diesmal habe Frankreich einen hohen Preis für die Zusammenarbeit im Kampf gegen die ETA bezahlt, der so wichtig für die Freiheit und Sicherheit beider Länder sei. Der Mord an dem Gendarmen werde von spanischer Seite genau so verfolgt, als habe es sich um einen spanischen Polizisten gehandelt, so Zapatero.

Auf einer Strasse nahe der Stadt Dammarie-les-Lys war es zum dem Zwischenfall gekommen. Nach bisherigen Erkenntnisse hatte die bewaffnete Gruppe in Dammarie einen Gebrauchtwagenhändler überfallen und mehrere Wagen gestohlen. Eine Polizeistreife stoppte kurz darauf eines der Fahrzeuge und wollte die Insassen festnehmen. In diesem Augenblick sei ein anderes Auto herangefahren, hieß es. Dessen Insassen hätten das Feuer auf die Beamten eröffnet. Dabei sei der Polizist trotz seiner kugelsicheren Weste tödlich getroffen.Einer der Angreifer konnte festgenommen werden. Nach Polizeiangaben handelt es sich dabei um das von Spanien steckbrieflich gesuchte ETA-Mitglied Joseba Fernandez Aspurz. Die Polizei leitete sofort eine Grossfahndung ein, bislang jedoch ohne Ergebnis. Auch Frankreichs Präsident Sarkozy forderte eine schnelle Festnahme des ETA-Kommandos.