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Papendreou klagt über Risikopräme

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Papendreou klagt über Risikopräme

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Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou sieht die Konsolidierungsbemühungen seiner Regierung durch zu hohe Zinsen gefährdet. Damit Griechenland nicht weiter “unvernünftig hohe Zinsen” zahlen müsse, sei Hilfe der europäischen Partner erfoderlich.

“Wir bitten nicht um Geld von deutschen, fanzösischen, italienischen oder anderen Arbeitern oder Steuerzahlern. Wir sagen lediglich, wir brauchen starke politische Unterstützung für die notwendigen Reformen, und dafür, daß wir nicht mehr zahlen müssen als erforderlich”, sagte Papandreou am Donnerstag vor einem Ausschuß des Europaparlamentes.

Während Deutschland bislang dazu neigte, eine Rettung Griechenlands europaintern zu organisieren, tendiert die Bundesregierung, wie die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND berichtet, jetzt offenbar dazu, den Intenationalen Währungsfonds (IWF) einzuschalten. Dabei werde Deutschland von Finnland und den Niederlanden unterstützt.

Nach Informationen des WALL STREET JOURNAL hat Griechenland die Hoffnung auf eine europäische Hilfe aufgegeben. Zu Ostern werde sich das Land beim IWF um Hilfe bemühen müssen. Die Kluft zwischen den Regierungen in Athen und Berlin werde immer größer.

Das harte Sparprogramm der sozialistischen Regierung Griechenlands birgt innenpolitischen Zündstoff. An den Finanzmärkten erhöhte sich heute die Risikoprämie für griechische Staatsanleihen.