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"Frauen in Weiß" gegen Kubas Regierung

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"Frauen in Weiß" gegen Kubas Regierung

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Erneut marschieren die “Frauen in Weiß” gegen die kubanische Regierung. Rund vierzig Frauen erinnern auf diese Weise an die Festnahme ihrer Männer, die vor sieben Jahren verhaftet und zu langen Gefängnisstrafen verurteilt wurden. Insgesamt richtete sich die Verhaftungswelle damals gegen 75 Regierungsgegner.

“Sie können uns hier umbringen, uns einsperren oder die Männer freilassen”, sagt eine der Frauen. “Egal was passiert, wir marschieren weiter.”

Noch am Vortag wurde der Umzug der Frauen mit Gewalt aufgelöst, viele von ihnen von der Polizei abtransportiert. Das blieb diesmal aus: Erneut hatten aber Anhänger der Regierung eine lautstarke Gegenkundgebung organisiert.

Kuba steht wegen seines Umgangs mit den Menschenrechten erneut in der Kritik. So ist ein politischer Häftling seit Wochen im Hungerstreik. Ein anderer Gefangener war zuvor im Hungerstreik gestorben – Orlando Zapata, dessen Namen sie hier rufen: Fast drei Monate lang hatte er auf diese Weise gegen die Regierung protestiert.

Die Damen in Weiß wollen ihren Protest fortsetzen: An diesem Tag war es ihre vierte Kundgebung, drei weitere sollen bis zum Sonntag folgen.