Eilmeldung

Eilmeldung

Die Guillotine zum Anfassen

Sie lesen gerade:

Die Guillotine zum Anfassen

Schriftgrösse Aa Aa

Frankreich hat die Guillotine wieder aufgebaut. Allerdings wird niemand damit geköpft, die Mordmaschine ist im Pariser Museum d’Orsay ausgestellt. Und zwar im Rahmen einer Ausstellung, die nach Dostojewskis Roman “Schuld und Sühne” benannt ist. Bis 1977 war die gezeigte Guillotine in Betrieb, Frankreich schaffte die Todesstrafe erst 1981 ab. Die Ausstellung zeigt unter anderem Gemälde, auf denen Hinrichtungsszenen samt Guillotine zu sehen sind. Neben der Guillotine sind weitere Hinrichtungsmethoden, darunter Hängen und Kreuzigen, dargestellt. Auf einer Original-Gefängnistür sind die letzten Zeichen eines Verurteilten eingeritzt. Die Guillotine wird vor allem mit dem Blutrausch nach der Französischen Revolution in Verbindung gebracht. 1939 wurde die Guillotine in Frankreich zum letzten Mal öffentlich eingesetzt. Als letzter Mensch starb in Frankreich der Mörder Hamida Djandoubi 1977 unter dem Fallbeil.