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Spanien und Frankreich entschuldigen sich für Fahndungsfehler

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Spanien und Frankreich entschuldigen sich für Fahndungsfehler

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Fünf spanische Feuerwehrleute waren am vergangenen Dienstag nach Frankreich in die Ferien gefahren. Dort wurden sie verhaftet, weil sie für Mitglieder eines ETA-Kommandos gehalten wurden, das am vergangenen Dienstag einen französischen Polizisten in der Nähe von Paris erschossen hatte. Die Männer wurden beim Einkaufen gefilmt und für verdächtig erklärt. Als sie von dem Verdacht erfuhren, meldeten sie sich bei der Polizei.

“Sie haben uns nicht wie mutmaßliche ETA-Mitglieder behandelt, sondern wie tatsächliche. Wir wurden beschuldigt, Mitglieder der ETA zu sein. Sie können sich vorstellen, was das bei unseren Familien ausgelöst hat”, sagte einer der Feuerwehrmänner.

Der Chef der französischen Polizei rechtfertigte die Verwechslung wie folgt:

“Sie haben die Bilder ja selbst gesehen. Sie sind nicht gut. Sie stammen von einer Überwachungskamera in einem Supermarkt. Man sieht darauf Leute, die den Verdächtigen ähnlich sehen. Sie sind jung und kommen aus Spanien”.

Über die Hintergründe der Verwechslung herrscht weiter Unklarheit. Einer der tatsächlich an dem Mord des französischen Polizisten Beteiligten konnte festgenommen werden. Laut der spanischen Zeitung El Pais soll er die Männer auf dem Video als seine Komplizen bezeichnet haben. Die Feuerwehrleute durften die Polizeistation inzwischen jedoch verlassen und sind in ihre Heimat zurückgekehrt.