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Irak: Maliki fordert Neuauszählung der Stimmen

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Irak: Maliki fordert Neuauszählung der Stimmen

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Der irakische Regierungschef Nuri el Maliki hat eine Neuauszählung der Stimmen der Parlamentswahlen vom 7. März gefordert.

Maliki begründete seine Forderung unter anderem damit, dass er nach wie vor Regierungschef sei und in dieser Funktion für die “Stabilität” des Landes sorgen müsse.

Das Lager seines Herausforderers, Ex-Regierungschef Ijad Allawi,
warf Maliki vor, die Wahlkommission damit unter Druck zu setzen. Seine Erklärung beinhalte “klare Drohungen” gegen die Kommission, sagte
ein Vertrauter Allawis. Maliki übe Druck aus, um das Wahlergebnis zu seinen Gunsten zu verändern.

Nach Auszählung von 92 Prozent der Stimmen lagen das Bündnis von Maliki und Allawis Partei fast gleichauf. Demnach kam Allawis schiitisch-sunnitisches Bündnis Irakija landesweit auf nur knapp 8000 Stimmen mehr als Malikis Rechtsstaatsallianz.

Das offizielle Endergebnis soll erst Ende März nach der Prüfung aller Wahlbeschwerden feststehen. Experten rechnen im Anschluss mit einer langwierigen Regierungsbildung.