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Kabinettsumbildung in Paris nach Schlappe bei Regionalwahl

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Kabinettsumbildung in Paris nach Schlappe bei Regionalwahl

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Mit einer symbolischen Kabinettsumbildung reagieren die französischen Konservativen auf die Schlappe bei den Regionalwahlen. Einzelheiten dazu besprach Ministerpräsident Francois Fillon mit Staatschef Nicolas Sarkozy.

Medienberichten zufolge holt Sarkozy einen seiner Kritiker, den Abgeordneten Francois Baroin, als Haushaltsminister ins Kabinett. Die Konservativen konnten sich lediglich im Elsass halten, während die linke Opposition in der zweiten Runde der Wahl am vergangenen Sonntag auf rund 54 Prozent der Stimmen kam. Für die Linke ist es das beste Ergebnis seit knapp drei Jahrzehnten.

Die Parteichefin der Sozialisten Martine Aubry sieht im Ausgang der Wahl eine Antwort auf die Politik Sarkozys: “Das ist die Strafe für eine unfaire Politik, für Steuergeschenke an die Priviliegierten, zum Schaden von Arbeitsplätzen und Kaufkraft.”

Zu den Überraschungssiegern zählt die rechtsextreme Partei Front National, die auf knapp 18 Prozent kam. Ihr 81 Jahre alter Chef Jean-Marie Le Pen und seine Tochter kamen je auf mehr als 20 Prozent der Stimmen.