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Prozess gegen Rio Tinto-Manager in Shanghai

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Prozess gegen Rio Tinto-Manager in Shanghai

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Im chinesischen Shanghai hat der Prozess gegen vier Manager des australisch-britischen Rohstoffkonzerns Rio Tinto begonnen. Die chinesischen Behörden werfen dem Vertreter des Konzerns in Shanghai, Stern Hu, Wirtschaftsspionage und Bestechung vor. Zusammen mit dem Australier stehen auch drei chinesische Angestellte des Konzerns vor Gericht.

Die vier Angeklagten waren im vergangenen Sommer festgenommen worden. Kurz zuvor war China damit gescheitert, seinen Anteil an Rio Tinto auszubauen. Peking bestreitet eine Verbindung zwischen den beiden Vorfällen. In Australien wird der Prozess aufmerksam verfolgt. “Ich will es noch einmal deutlich sagen: Das Justizsystem Chinas unterscheidet sich von dem Australiens sowie von dem der restlichen Welt”, so der australische Premierminister Kevin Rudd.

Das australisch-britische Unternehmen Rio Tinto und der chinesische Staatskonzern Chinalco haben sich nach der gescheiterten Milliardeninvestition der Chinesen geschäftlich wieder angenähert. Sie wollen gemeinsam eine Eisenerz-Lagerstätte im westafrikanischen Guinea erschließen. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf rund 12 Milliarden Dollar.