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ETA verliert Rückzugsgebiet in Frankreich

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ETA verliert Rückzugsgebiet in Frankreich

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Am 16. März wurde hier in der Nähe von Paris ein Tabu gebrochen. ETA-Leute erschossen einen französischen Polizisten. Sollte es in Frankreich noch einen Rest Verständnis für die zu Terroristen mutierten ehemaligen Freiheitskämpfer aus dem spanischen Baskenland gegeben haben – der war damit endgültig verspielt.

Spanien geht seit mehr als 30 Jahren den Weg der Demokratie – die ETA aber bekämpft den Staat und seine Vertreter immer noch wie zu Zeiten der Franco-Diktatur. Sogar auf französischem Boden.
2007 Jahren erschossen ETA-Leute in der Bretagne zwei verdeckt ermittelnde spanische Beamte, die ihnen auf den Fersen waren.

Die einst im Kampf gegen die Franco-Diktatur entstandene Organisation verliert mehr und mehr ihr Rückszugsgebiet im Nachbarland.
Selbst in der Normandie, weit weg von der spanischen Grenze, sind ETA-Verstecke nicht mehr sicher. Hier spürte die französische Polizei in Februar Ibon Gogeascoetxea auf, einen der Anführer. Immer schneller muss die ETA in jüngerer Zeit ihre Führungsebene erneuern, seit französische und spanische Behörden so zielgerichtet zusammenarbeiten.

Die Nachrichten von in Frankreich ausgehobenen ETA-Verstecken – ob für Waffen oder für Personen – erscheinen in immer kürzeren Abständen.
Das hat mit der auf höchster Ebene abgesprochenen besseren Zusammenarbeit der Sicherheitskräfte von Frankreich und Spanien zu tun.
Und die dürfte nach dem Mord an einem französischen Beamten noch weiter intensiviert werden.

Auch gen Westen führt für ETA-Täter kein sicherer Weg mehr. Das Nachbarland Portugal arbeitet ebenso so systematisch wie Frankreich mit den spanischen Behörden zusammen. Jüngster Fahndungserfolg: In der Kleinstadt Obisdos in der Nähe von Lissabon wurden in einer Garage 1.500 Kilo Sprengstoff gefunden. Es wird eng für die “Eterras” . 33 von ihnen sind europaweit seit Beginn des Jahres festgenommen worden.