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Gleichberechtigte Scheidungen

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Gleichberechtigte Scheidungen

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Die Europäische Kommissarin für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft Viviane Reding hat sich zu dem neuen Scheidungsrecht-Vorschlag und zu den Möglichkeiten, die sich den Paaren bieten, geäußert:
“Sie werden bei ihrer Heirat die Wahl haben und können sich für ein Gericht oder ein Recht entscheiden. Wenn sie das nicht getan haben, werden die Gerichte nicht mehr akzeptieren, dass die stärkste Partei in der Ehe eine für sie vorteilhafte Entscheidung durchsetzt. Der Wohnort des Paares wird künftig auch der Ort der Scheidung sein.”

euronews:
Warum sprechen sie von einer stärkeren Partei?

Vivane Reding:
“Jemand, der sich mit dem Recht gut auskennt, der über genügend Geld verfügt, kann sich in ein Land begeben, in dem die Scheidung sehr einfach ist. Der andere Ehepartner und die Kinder wissen von dem Ganzen nichts bis sie die Nachricht der Scheidung erhalten. Die schwächere Partei in der Ehe ist klar im Nachteil. Ursprünglich sind jedoch zwei Menschen den Bund der Ehe eingegangen, also müssen sich die zwei gleichberechtigt scheiden können.”

euronews:
Was wird dann geschehen?

Vivane Reding:
“Bis jetzt wird die Regelung in den zehn Mitgliedsländern angewendet, die voranschreiten wollen. Warum das so ist? Es ist nicht normal, aber es gibt eine Blockade in diesem Bereich, manche Länder sperren sich noch. Ich möchte es im Interesse der Bürger vorantreiben, damit es ihnen in Europa gut geht.”