Eilmeldung

Eilmeldung

Google gegen LMVH: Urteil im Markenstreit

Sie lesen gerade:

Google gegen LMVH: Urteil im Markenstreit

Schriftgrösse Aa Aa

Im Streit um die Verwendung von Markennamen hat Google am europäischen Gerichtshof einen Teilsieg errungen. Unternehmen dürfen sich weiterhin Anzeigenbereiche im Umfeld von bekannten Labeln sichern. Louis Vuitton hatte dagegen geklagt, da dies Fälschern erlaube ihre Billigware anzubieten. Dennoch begrüßt Pierre Gode, der Vize-Präsident des französischen Markenherstellers das Urteil, durch das die Anbieter in Zukunft haftbar sind: “Es ist ein wunderbarer Erfolg. Google hat behauptet, dass es dem Anzeiger freistehe Markennamen zu kaufen, ohne Verantwortung übernehmen zu müssen. Das Gericht hat mit seinem Urteil die Stellungsnahme von Google widerlegt.”

Laut den EU-Richtern ist Google dazu verpflichtet ihm bekannte rechtswidrige Anzeigen zu entfernen. Außerdem muss sich der Anbieter in jeder Werbung klar zu erkennen geben.

Bill Echikson, der Sprecher von Google erklärte, dass sich die Folgen noch nicht abschätzen lassen:
“Es ist zu früh um zu wissen, ob sich das Urteil auf die Geschäfte auswirken wird.”

Das letzte Wort in der Sache werden die nationalen Gerichte haben, sie werden klären müssen, ob Google bewusst Anzeigen für Fälscherware zugelassen hat oder nicht.