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Streiks lähmen Südeuropa

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Streiks lähmen Südeuropa

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Tausende Franzosen haben am Dienstag aus Protest gegen die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Regierung die Arbeit niedergelegt. Betroffen waren vor allem Schulen und der Bahnverkehr, etwa die Pariser Vorortelinien oder der TGV. Die Gewerkschaften werfen der Regierung vor, keine Lösungen für die hohe Arbeitslosigkeit zu haben. Die diskutierte Erhöhung des Rentenalters lehnen sie rundweg ab.

Auch in Portugal standen die Züge still. Mit einem 24-stündigen Streik protestierten die Angestellten gegen Lohnkürzungen im Rahmen des Sparpakets der Regierung. Fast alle Bahn-Mitarbeiter beteiligten sich an der Aktion – und Reisende waren ratlos. “Da ist ein Problem auf der Strecke”, vermutete eine ältere Dame, “die Züge fahren nicht…” und eine junge Frau war empört über “Verspätungen bis zu 40 Minuten”.

Mit dem Sparpaket will die Regierung in Lissabon die horrende Staatsverschuldung in den Griff bekommen, um nicht das gleiche Schicksal zu erleiden wie Griechenland. Dort gehen seit Monaten täglich Tausende Menschen auf die Straßen. Diesmal versammelten sie vor dem Finanzministerium in Athen: Feuerwehrleute, Rentner und entlassene Angestellte von Olympic Airlines, die nach der Privatisierung der Fluglinie ihren Job verloren hatten.