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Des britischen Finanzministers letzter Budgetplan vor den Wahlen

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Des britischen Finanzministers letzter Budgetplan vor den Wahlen

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Das Haushausdefizit muss verringert werden um jeden Preis! So etwa ließe sich die mehr als schwierige Aufgabe beschreiben, die dem britischen Finanzminister mit dem optimistischen Namen Darling auferlegt wurde. Und das wenige Wochen vor Neuwahlen!

In konkreten Zahlen sieht sein Vorschlag so aus:
Bis 2014 runter mit dem Defizit auf 4 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt. Für dieses Jahr liegt es bei 11,8 Prozent.
Und das sind die Wachstumszahlen, die nach der Berechnung des Ministers in dazu nötig sind:
2010 : 1% – 1,5 ; 2011 : 3 – 3,5%

Damit reagiert der Minister auf die Sorgen der Investoren, dass Großbritannien wegen der hohen Verschuldung von den Raiting-Agenturen in seiner Kreditwürdigkeit heruntergestuft werden könnte.

Ginge alles so weiter wie gehabt, würde die Verschuldung von 54 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr auf 75 Prozent 2014 steigen.

Eine Arbeitslosenrate von 7,8 Prozent liefert dabei
reichlich Grund zur Sorge.

Immerhin hat das Vereinigte Königreich 18 Monate Rezession hinter sich, in denen das Wirtschaftsvolumen um 6 Prozent zurückging.

Um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, schlägt der Finanzminister u.a. vor, den Bürgern mit einer saftigen Steuererleichterung den Kauf eines Eigenheimen zu versüßen.

Und dann will er eine “grüne Investitionsbank” einrichten, die umgerechnet für 2,3 Milliarden Euro schadstoffarme Produktionsmethoden und umweltfreundliche Industrien wie Windkraftparks fördern soll.

Mit weiteren umgerechnet 2,8 Milliarden Euro soll mittelständischen Unternehmen geholfen werden, notwendige Innovationen zu finanzieren.

Die beiden nationalisierten Banken sollen dem Mittelstand Kredite in Höhe von 105 Milliarden Euro anbieten. Und so kurz vor den Wahlen verspricht der Finanzminister auch jenen Briten Hilfe, die bei keiner Bank ein Konto eröffnen können.
Das betrifft immerhin eine Million Bürger.