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Mehr Organspenden sollen Leben retten

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Mehr Organspenden sollen Leben retten

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Alle zwei Stunden stirbt in der EU ein Mensch, der auf eine Transplantation wartet – die nicht rechtzeitig kommt.

Die EU will die Verfügbarkeit von Spenderorganen erhöhen, durch – vergleichbare Qualitäts- und Sicherheitsstandards in allen Mitgliedsstaaten, – mehr Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg und – mehr Transplantationskoordinatoren in den Krankenhäusern.

Jo Leinen (SPD), Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Europaparlament:

“Zur Zeit warten 56 000 Patienten in der EU auf ein passendes Spenderorgan – jeden Tag sterben schätzungsweise 12 Menschen, weil diese Warterei zu lange dauert.”

Bei der Spenden-Bereitschaft ist in vielen Ländern noch Luft. Spanien ist Musterschüler 34 Organspendern auf 1 Million Menschen. Im EU-Schnitt haben etwa halb so viele einen Ausweis – in Bulgarien kommt gerade mal einer auf eine Million Einwohner.

Spanien schafft die guten Werte, weil es dort in Kliniken Transplantationsbeauftragte gibt – anders als etwa in Deutschland. Sie werben für Spenderpässe und kümmern sich um die praktische Organisation des Wegs vom Spender zum Empfänger.

Ein Aktionsplan und eine Richtlinie der EU sollen bis Juni entscheidungsreif sein. Das Ziel: 20 000 Leben retten – jedes Jahr.