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In letzter Minute der Giftspritze entkommen

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In letzter Minute der Giftspritze entkommen

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Eine Stunde vor seiner Hinrichtung ist dem Texaner Hank Skinner vom Obersten Gerichtshof der USA ein Aufschub gewährt worden. Das Gericht will nun prüfen, ob es den Fall zur Entscheidung annimmt oder abweist. Seit 15 Jahren wartet Skinner im Todestrakt des Gefängnisses von Huntsville auf seine Hinrichtung. In der Zwischenzeit hat er eine Französin geheiratet, die sich für die Abschaffung der Todesstrafe einsetzt.

Bei einer Demonstration vor dem Gefängnis erhielt sie die Nachricht vom Hinrichtungsaufschub: “Ich bin erschöpft, aber froh. Der ganze Druck. Jetzt haben wir eine Verschnaufpause. Wir werden ans Ziel gelangen”, glaubt Sandrine Skinner.

Skinner ist wegen des Mordes an seiner damaligen Freundin und ihrer beiden Söhne zum Tode durch die Giftspritze verurteilt worden. Er hat stets seine Unschuld beteuert. Der von ihm geforderte Gentest ist nie durchgeführt worden. Sollte der Oberste Gerichtshof der USA Skinners Fall nicht zur Überprüfung annehmen, könnte frühestens 30 Tage nach der Gerichtsentscheidung ein neuer Hinrichtungstermin festgesetzt werden.